Sonn- und Feiertage in der Gastronomie: Tipps für Führungskräfte

Von 22. Januar 2026Erfolgswissen

Ob Ostern, Silvester oder Wochenende: Da läuft die Gastronomie oft erst richtig warm. Volle Tische, gute Stimmung – und ein Team, das genau dann im Einsatz ist, wenn viele frei haben. Doch welche Regeln gelten hier und welche Ansprüche haben Arbeitnehmende? Wir geben einen Überblick über die Rechtslage. Außerdem erfährst Du, wie Du als Führungskraft mit e2n optimal auf Sonn- und Feiertage vorbereitet bist.

zwei Männer bereiten Pizza in der Küche zu

Neugierig,
aber wenig Zeit?

zwei Männer bereiten Pizza in der Küche zu

Was steht im Gesetz?

Grundsätzlich lautet die Regel: Arbeiten an Sonn- und Feiertagen ist verboten. Für bestimmte Berufsgruppen gibt es jedoch Ausnahmen, wir möchten ja auch am Sonntag notfalls medizinisch versorgt werden oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Oder eben einen Kaffee trinken gehen. Es gilt:

  • Die Arbeit an Sonn- und Feiertagen muss im Arbeitsvertrag vereinbart sein. 
  • Mindestens 15 Sonntage pro Jahr müssen arbeitsfrei bleiben. 
  • Die maximale Arbeitszeit an einem Sonn- oder Feiertag beträgt 8 Stunden. 
  • Werden Arbeitnehmende an einem Sonntag oder Feiertag beschäftigt, der in ihre reguläre Arbeitszeit fällt, haben sie Anspruch auf einen Ersatzruhetag. 
  • Eine gesetzliche Zuschlagspflicht gibt es nicht, Zuschläge können sich aber lohnen. 
  • Zuschläge müssen immer zusätzlich zum Mindestlohn gezahlt werden. 

Durch Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen können abweichende Bestimmungen getroffen werden. So kann zum Beispiel die Anzahl der freien Sonntage auf mindestens 10 reduziert oder eine Zuschlagspflicht festgelegt werden.

Vom Gesetz in die Praxis

Damit Ausgleichstage und Zuschläge am Ende auch wirklich passen, lohnt sich ein Blick auf die Details. Was genau gilt wann – und worauf solltest Du achten?

Ausgleichstag

Ein Ausgleichstag bedeutet, dass Arbeitnehmende für ihre Arbeit an Sonn- oder Feiertagen an einem anderen Tag frei bekommen. Es ist nicht unbedingt ein bezahlter freier Tag, sondern ein Ausgleich für den gearbeiteten Feiertag. Ein Ersatzruhetag kann jeder Werktag sein, z. B. ein ohnehin dienstfreier Samstag oder ein anderer dienstplanmäßig freier Werktag. Der Ersatztag muss bei Arbeit am Sonntag innerhalb von zwei Wochen gewährt werden – bei Arbeit an einem anderen Feiertag, der auf einen Werktag fällt, innerhalb von 8 Wochen.

Entlohnung

Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Zuschlag für die Arbeit an Sonn- oder Feiertagen. Erst durch Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen oder den Arbeitsvertrag können Zuschläge vereinbart werden. Freiwillige Zuschläge sind aber ein gutes Mittel zur Bindung Deiner Mitarbeitenden. Dabei können je nach Feiertag steuer- und beitragsfreie Zuschläge von maximal 125 % bis 150 % des Grundlohns gezahlt werden. Auch Sonntagsarbeit kann mit bis zu 50 % des Bruttostundenlohns zusätzlich vergütet werden, solange der Grundlohn 25 Euro nicht übersteigt.

Wichtig ist, dass Arbeitnehmende in der Regel nur einen Zuschlag steuerfrei bekommen können – entweder den Sonn- oder Feiertagszuschlag. Nachtarbeitszuschläge hingegen können mit Sonn- oder Feiertagszuschlägen kombiniert werden.

Nachtarbeit

Zur Nachtarbeit zählen Zeiten zwischen 23 und 6 Uhr. Arbeitszeiten in der Gastronomie während der Nacht sind grundsätzlich möglich und können auf bis zu 10 Stunden verlängert werden, wenn die durchschnittliche Arbeitszeit im Monat 8 Stunden nicht überschreitet. Bei mehr als 2 Stunden Nachtarbeit muss ein Ausgleich geschaffen werden. Soweit tarifvertraglich nicht anders festgelegt, musst Du Deinen Mitarbeitenden entweder bezahlte freie Tage oder einen angemessenen Zuschlag auf das Bruttoarbeitsentgelt gewähren.

Steuerlich sind Nachtarbeitszuschläge bis zu einem Stundengrundlohn von 25 Euro steuer- und beitragsfrei. Bei höherem Stundengrundlohn unterliegen sie anteilig der Beitragspflicht. Bei einem Stundengrundlohn über 50 Euro muss der Zuschlag anteilig versteuert werden.

Arbeiten an Feiertagen und Sonntagen: Vor- und Nachteile

Arbeiten während andere die Füße hochlegen? Hmm, nicht so überzeugend. Trotzdem kann es sich lohnen: Mit Zuschlägen lässt sich das Gehalt aufbessern und auch der Ersatzruhetag ist eine gute Möglichkeit, um die freie Zeit einfach zu einem späteren Zeitpunkt zu genießen. Außerdem kann eine volle Gastronomie an Sonn- und Feiertagen bedeuten, dass das Trinkgeld höher ausfällt als an anderen Tagen.

Als Arbeitgeber*in profitierst Du an solchen Tagen meistens durch einen höheren Umsatz. Aber wie organisierst Du die Arbeitszeiten an diesen Tagen? Wie stellst Du sicher, dass Mitarbeitende genug Freizeit haben und dass die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten eingehalten werden? Mit einem digitalen Helferlein wie e2n geht das ganz einfach.

So unterstützt Dich e2n

Mit unserer Software kannst Du ganz einfach alle Arbeitszeiten und Entlohnungen im Gastgewerbe verwalten.

Überblick über standortspezifische Feiertage:
Je nach Standort Deines Betriebes zeigt Dir der Kalender automatisch die Feiertage an, die für das Bundesland gelten. So kannst Du sie bei der Dienstplanung berücksichtigen.

Vorausschauende Personalplanung:
Mit einer HR-Software kannst Du leichter planen, wie viele Mitarbeitende Du an einem Sonntag oder Feiertag brauchst. Mit dem e2n Assistenten kannst Du sogar anhand Deiner eigenen Vorgaben mit einem Klick Mitarbeitende in Schichten einteilen. So easy!

Transparente Erfassung von Arbeitszeiten:
Durch die digitale Arbeitszeiterfassung sehen Arbeitgebende, wer an einem Sonntag oder Feiertag gearbeitet hat. Genauso können Mitarbeitende ihre Arbeitszeiten einsehen. Die Daten unterstützen Dich bei der korrekten Berechnung von Zuschlagszahlungen etc.

Fairness & Rechtssicherheit in der Dienstplanung:
In e2n wird Dir angezeigt, wenn eine Person zu viele Sonntage im Jahr arbeitet. Sobald die 38. Arbeitszeit am Sonntag erfasst wird, erscheint bei dieser Arbeitszeit eine Rechtsverletzung.

Einfache Verwaltung von Zuschlägen:
Zuschlagsgruppen ermöglichen es Dir, flexibel verschiedene Zuschläge für bestimmte Arbeitsbedingungen festzulegen – z. B. nach Anstellungsart, Bundesland oder Nachtarbeit. Zusätzlich kannst Du in e2n zwischen verschiedenen Tarifverträgen wählen, für die die Zuschläge schon automatisch hinterlegt sind.

Personal-App:
In der e2n me App sehen Mitarbeitende in ihrem Urlaubskonto ihre Feiertagsausgleiche. Außerdem gibt es einen Guttagezähler für Betriebe, in denen mit Guttagen gearbeitet wird. Über die App können die offenen Guttage schnell und einfach von den Mitarbeitenden beantragt werden.

Der nächste Feiertag kann kommen

Ein fairer Ausgleich für Sonn- und Feiertagsarbeit ist besonders wichtig. Auch wenn Zuschläge nicht immer Pflicht sind, zeigen sie Wertschätzung und steigern die Motivation im Team. Mit der digitalen Arbeitszeiterfassung von e2n hast Du dabei ganz einfach den Überblick. Zuschläge und Ausgleichstage lassen sich transparent verwalten, Zuschlagsgruppen flexibel festlegen und passende Tarifverträge auswählen. Über die Personal-App können Mitarbeitende ihre Urlaubskonten und Ausgleichstage jederzeit einsehen und direkt beantragen. Du hast noch Fragen?

Beachte: Wir dürfen keine Rechtsberatung leisten! Hierbei handelt es sich lediglich um ein Informationsangebot.

Schnell-Check
– das Wichtigste auf einen Blick

  • In der Gastronomie ist Arbeit an Sonn- und Feiertagen üblich, auch wenn grundsätzlich Ruhezeit gilt.  
  • Mitarbeitende haben Anspruch auf einen Ersatzruhetag, und freiwillige Zuschläge können Motivation und Zufriedenheit steigern.  
  • Nachtarbeit ist möglich, muss aber mit Ausgleichstagen oder Zuschlägen berücksichtigt werden.  
  • Mit e2n lassen sich Arbeitszeiten, Ausgleichstage, Zuschläge und standortspezifische Feiertage transparent verwalten. So hast Du den Überblick und kannst die Planung der Sondertage entspannt und effizient gestalten. 
Anastasia Flit

Voller Leidenschaft für Sprache und Nachhaltigkeit, ist Anastasia bereits seit 2016 im Marketing zuhause und bringt als Online Marketing Expertin seit 2020 frischen Wind in den gesamten Content von e2n. Mit ihrem emotionalen Schreibstil und ausgeklügelten Storytelling lässt sie Lesende in ihre Texte eintauchen und vermittelt Expertise auf greifbare Art – auf allen Kanälen von Blog bis Newsletter.